Ganz in der Nähe des kleinen schwäbischen Städtchens Schelklingen, im Achtal (welches einst ein Tal der Urdonau war) kann man diese besondere Stätte besuchen. Ein Nachmittag reicht aus für eine Höhlenbesichtigung und einen Spaziergang an der Ach entlang.
Die Höhle ist während der Sommermonate Sonntagnachmittags geöffnet.
Die Höhle wurde bekannt durch einige weltbekannte und einzigartige Funde in unversehrten Besiedelungsschichten.
Am bekanntesten ist die Venus vom Hohle Fels: es ist die bislang älteste bekannte Menschenfigur weltweit und vor rund 40.000 Jahren entstanden. Daneben fand man hier bisher weitere einzigartige Artefakte aus den verschiedenen Perioden der Steinzeit bis zurück zur Ankunft des anatomisch modernen Menschen vor rund 40.00 Jahren und geplant ist noch darüber hinaus weiter vorzudringen. Eine Auswahl der wichtigsten Funde werden auf der
Homepage der Universität Tübingen vorgestellt.
Die Höhle ist kurz, direkt links und rechts hinter den Eingangstor befinden sich Austellungskästen mit Information und Fundstücken. Der anschliessende Gang, etwa 15 m lang, wo eine Leichtmetallbrücke über die Ausgrabungsstelle führt und wo einst der Aufenthaltsplatz der steinzeitlichen Menschen war. Interessant liegt die ca. 5m tiefe Ausgrabungsgrube unter einem, abgestützt mit Sandsäcken und mit Markierungen der verschiedenen Schichten bezeichnet.
Danach kommt man nach einigen Schritten weiter zur (überraschend) riesigen Halle. Auch ohne Tropfsteine ist die Halle in ihrer Größe beeindruckend. Große Flächen der Höhlenwände sind mit
"Bergmilch" überzogen. Weiterführende
Informationen zur Höhle gibt es in Wikipedia.
Die Grabungsaison 2012 wurde für dieses Jahr am 7.August eingestellt, schon jetzt sind die Archäologen in Schichten vorgedrungen die älter sind als die der Venus und Flöte und den Neandertaler Menschen zuzurechnen sind (genaueres in der
Mitteilung der Museumsgesellschaft Schelklingen)
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| Achtal: das Füsschen und der Ortsrand von Schelklingen |
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| Der Eingang zur Höhle |
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| Einer der Ausstellungskästen mit Informationen und Fundstücken |
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| Die Venus vom Hohle Fels (als Replik): so aufgenommen dass man die Öse auf ihrer Schulter gut erkennen kann. |
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| Knochenflöte aus der Speiche eines Gänsegeiers |
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| Bemaltes Felsfragment |
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| Kopf und Zahn eines Höhlenbären |
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| Blick von den Ausstellungskästen über die Ausgrabungsstelle hinweg zum Durchgang zur großen Halle. |
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| Die Ausgrabung |
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| Die riesige Haupthalle, so aufgenommen dass man die Größe einigermassen erahnen kann. Im Vordergrund die Abgrenzung des Holzbodens für die Höhlenkonzerte. |
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| Es gibt keine Tropfsteine in der Höhle, dafür sind große Flächen mit sog. Bergmilch überzogen. |
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| Blick zurück von der Halle über die Grabung hinweg zum Ausgang. |
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| Der Eingang zur Höhle befindet sich an dem Fels in der Bildmitte |
Alle meine Fotos von der Höhle kann man
hier in meinem SkyDrive Ordner ansehen. Über Kommentare werde ich mich sehr freuen.